Startseite

Schreiben. Malen. Überhaupt: Kunst, Kunst, Kunst!

Warum?

Warum diese verbissene Hingabe, wo man doch weiß, dass die Damen mit Lyra & Griffel &&& launischste Wesen sind, nur allzu gerne unterziehen sie ihre Anbeter grausamster Prüfungen.

Wegen des Ruhmes? Der Ehre? Zweisfelsohne. Ruhm und Ehre retten den Namen und ist er gerettet, so hat man auch sie gewonnen: die Unsterblichkeit. Denkt man. Weil man verdrängt, dass die Erinnerung, auch an Berühmteste, selten ein paar Generationen überdauert. Geschweige davon, dass posthumer Ruhm dem mausetoten Auctor reichlich wenig bringt. Van Gogh, in seinem Grab, wird sich kaum über die Abermillionen, für die heute seine Bilder verkauft werden, freuen dürfen…

Nein. Dem Abgrund, in dem alles Leben mündet, kann, so oder so, niemand ausweichen. Und doch ist Schreiben, Malen, Kunst überhaupt gerade das: Kampf gegen das Vergessen, Versuch, sich selbst und das, was man liebt, der Vergänglichkeit zu entreißen.

Man schreibt, um das LEBEN zu erzählen. Um es zu durchleuchten. Auszudrücken. Und festzuhalten, festzuhalten, festzuhalten …

Man schreibt, weil man (quia absurdum!) an die Kraft des Logos glaubt: Nur Wesentlichkeit, nur Erkenntnis könnten den Menschen davon bewahren, eine Sackgasse der Natur zu sein.

Man schreibt aus Notdurft, die Fähigkeit gebiert bekanntlich Bedürfnis: Ich schreibe, also bin ich. Dabei ist aber weniger immer mehr.

Advertisements

Webseite von Ioana Orleanu. Mit Bildern von Gretty Rubinstein und Mircea Barnaure